Willkommen beim TuS 07 Liedberg e.V.

 

Unsere Historie

 

 

 Der Beginn des TuS

 

  • Über 100 Jahre mehr Tradition als RB: Der TuS ist bekannt als ältester Verein Korschenbroichs
  • Wie Kriegsgefangene aus England den Fußball in Liedberg revolutionierten
  • Mehr Spektakel als in der Bundesliga: Wilhelm Stappen sorgte für viel Aufmerksamkeit im ganzen Dorf

 

Die Historie des TuS 07 Liedberg reicht zurück bis in das Jahr 1907. In diesem Jahr, genau am 13. März 1907, wurde der „Turnverein Germania Liedberg“ gegründet, der sich 1937 mit dem Liedberger Fußballverein „Sportverein Grün-Weiß“ zum „TuS 07 Liedberg“ zusammenschloss. Doch wie kam es dazu? Vor dem ersten Weltkrieg wurde vereinsmäßig organisierter Fußball nur in den industrialisierten Städten gespielt, denn die damalige Landjugend war in ihrer Freizeit in Arbeiten rund ums Haus und Garten eingebunden, wodurch es keine Zeit für den Fußball gab.

Nach dem ersten Weltkrieg waren es dann die aus englischer Gefangenschaft heimkehrenden Kriegsgefangenen, die sich für einen organisierten Fußball stark machten. In englischer Kriegsgefangenschaft hatten sie gelernt, Fußball nach Regeln zu spielen. Nach Regeln konnte man allerdings nur spielen, wenn ein geeigneter Fußballplatz vorhanden war. So kam es in den 20er Jahren dazu, dass die Politik, Verwaltung und die katholische Kirche von Liedberg reagierten und einen Fußballplatz bauten.

 

Die treibenden Kräfte

Im November 1926 war mit Pastor Josef Zimmer ein neuer Pfarrer nach Liedberg gekommen, der sich stark der Jugendarbeit widmen sollte. Er war die erste treibende Kraft auf dem Weg zum TuS 07. Als zweite treibende Kraft ist der aus Mönchengladbach stammende Holzhändler Peter Albers zu erwähnen, der zu dieser Zeit Mitglied des Kirchenvorstandes und gleichzeitig Gemeinderatsmitglied der Zentrumspartei war. Diese Beiden betrieben im Jahre 1927 entscheidend die Gründung eines Fußballvereins, der sich zunächst „Deutsche Jugendkraft Burgfried Liedberg“ nannte. Als Vereinsfarben wählte man Grün-Weiß. Der Zusatzname „Burgfried“ wurde einige Jahre später gegen „Grün-Weiß“ eingetauscht. 

Damit war klar, dass der Fußballverein von der katholischen Pfarrgemeinde mitbestimmt wurde. Wie so viele andere Sportvereine, die seinerzeit unter dem Dach des katholischen Sportverbands DJK („Deutsche Jugendkraft“) gegründet wurden, ging auch der Liedberger Fußballverein aus Aktivitäten der katholischen Kirche hervor. So war es auch logisch, dass Peter Albers, der eine enge Verbundenheit zur katholischen Kirche pflegte, der erste Vorsitzende des neu gegründeten Fußballvereins wurde.

 

Höhenflug vom TuS schon am ersten Spieltag

Gleichzeitig mit der Gründung des Fußballvereins wurde die Anlage eines regulären Fußballplatzes betrieben. Im Liedberger Ortsteil Steinhausen wurde dafür ein „Bend“ also eine Wiese / Weide ausgesucht, die am Rande des Hoppbroichs am Nordende der jetzigen Jahnstraße lag. Die Gegend nannte sich “Bocksbenden“. Am 14.8.1927, rechtzeitig zur Eröffnung der Spielsaison, war es dann soweit. Der neue Fußballplatz konnte eingeweiht werden. Zum Eröffnungsspiel warf der aus Steinhausen stammende Volksschullehrer und 1. Weltkriegsflieger Wilhelm Stappen aus dem Flugzeug den neuen Spielball ab.

Als kirchlicher Verein war es dem DJK jedoch nicht gestattet, kommerzielle gesellschaftliche Veranstaltungen durchzuführen. Um dieses Manko wettzumachen, bildete sich bereits 1927 die Gesellschaft „Gemütlichkeit“, die eng mit dem Fußballverein zusammenarbeitete. Sie organisierte Festbälle im Saale Hubert Stappen und führte einen Großteil ihrer Gewinne an die Vereinskasse ab. Heute würde man eine solche Gruppierung als Sponsoren bezeichnen.

 

Der Fußballwahn gestoppt durch das NS-Regime

Nach dem Ausscheiden von Peter Albers als Vorsitzenden, löste der an der Liedberger Volksschule tätige Hauptlehrer Stefan Hoppen den o.a. im Vorsitz ab und blieb es auch bis zur Auflösung des DJK „-Grünweiß“ Liedberg. Diese erfolgte nach dem 23.7.1935, als durch politische Order im Rahmen des Gleichschaltungsprogrammes des NS-Regimes der „Deutschen Jugendkraft“ jede Betätigung, die nicht rein kirchlich-religiöser Natur war, untersagt wurde. Da man natürlich weiter Fußball spielen wollte, nahm die DJK den Namen „Sportverein Grün-Weiß“ Liedberg an und bekam mit Wilhelm Hannen einen neuen Vorsitzenden. Dieser Verein behielt seinen Namen aber auch nur knapp zwei Jahre, denn im Jahre 1937 kam es zum Zusammenschluss mit dem Turnverein „Germania“ Liedberg. Der neue Verein hieß „Turn- und Spielverein 07 Liedberg“. Erster Vorsitzende wurde Peter Ziemes, der es auch bis Ende 1950 blieb, als Fußballverein und Turnverein sich wieder trennten. Ein bedeutendes sportliches Ereignis in dieser Vorkriegszeit war mit Sicherheit das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach am 12. Juni 1937.

 

Die zweite große Fußballwelle nimmt ihren Lauf

Mit dem Kriege fand der geregelte Vereinssport natürlich sein Ende. Umso erstaunlicher ist, dass der Spielbetrieb bereits im Herbst 1945 wieder aufgenommen wurde, wie die Kasseneinnahmen belegen. Ab 1946 lief der Spielbetrieb wieder voll an. Die Fußballbegeisterung war ungebrochen und zur Währungsreform im Juni 1948 konnte der Verein seine Kasse mit einem Plus von 333,50 DM umstellen. Das Geschäftsjahr 1949 konnte so bereits mit dem für damalige Verhältnisse gewaltigen Überschuss von 810,51 DM abgeschlossen werden. Sportlich ging es auch aufwärts. Neben der 1. Mannschaft entstand eine 2. Mannschaft und eine A-Jugend. Im September 1949 wurde sogar eine Tischtennisabteilung eingerichtet. Mit der Spielsaison 50/51 wurde dann auch der Aufstieg in die 1. Kreisklasse geschafft. Die Siegesfeier war am 13.7.1951. Bei nur fünf echten Amateurklassen zu dieser Zeit, war der Erfolg beachtlich.

 

Während dieser Zeit des Aufschwungs in der Fußballabteilung, hatte die Turnabteilung es viel schwieriger. Sie führte mehr oder weniger ein Mauerblümchendasein. Als dann auch noch der 1. Vorsitzende Peter Ziemes, der aus der Turnabteilung kam, abgelöst wurde, war es mit der Gemeinsamkeit zu Ende. Im Jahre 1951 trennte sich der Turnverein vom TuS und nahm seinen alten Namen TV Germania 07 Liedberg wieder an. Anfang 1956 kam es zu einem Zerwürfnis mit dem Vereinswirt Hubert Stappen. Dieser schloss nach Beendigung der Saison 1956 seine Gaststätte und der TuS musste sich ein neues Vereinslokal suchen. Man zog um in die benachbarte Gaststätte Herbert Stappen, wo dann auch Waschgelegenheiten und Umkleide eingerichtet wurden. Der Verein geriet nun zunehmend in wirtschaftliche und organisatorische Turbulenzen.

 

 

Infrastrukturelle Aufrüstung beim TuS Liedberg

Als die damals so genannte „Zivilgemeinde“ Ende der sechziger Jahre finanziell soweit war, neben den Glehner Sportvereinen auch die Liedberger Sportvereine zu unterstützen, wurden 1970 Umkleidekabinen gebaut und 1971 an den Verein übergeben. Schließlich erhielt der Verein 1993 sogar ein eigenes Vereinsheim mit weiteren Umkleide-, Duschmöglichkeiten und Geschäftszimmer. Erster Vereinsheimwirt wurde Toni Weißweiler mit seiner Frau Liesel.

1987 ging dann ein großer Traum vom TuS in Erfüllung. Der Aschetrainingsplatz wurde aufgegeben und stattdessen ein zweiter moderner Rasenplatz mit Beregnungsanlage zwischen altem Sportplatz und Tennisanlagen gebaut. Seit dieser Zeit präsentieren sich die Sportanlagen des TuS so wie sie heute sind.

 

Die aktuellsten Erfolge

Nach 29 Jahren Zweitklassigkeit, gelang der ersten Mannschaft mit Josef Neuss als neuem Trainer in der Saison 01/02 der Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Die Fußballbegeisterung der Liedberger kannte keine Grenzen. Getragen von einem zahlreichen begeisterten Publikum, wie es der Verein seit den Zeiten vor und kurz nach dem Kriege nicht mehr gesehen hatte, gelang in der Saison 04/05 sogar der Aufstieg in die Bezirksklasse. Dieser Erfolg ist seitdem der größte in der Vereinsgeschichte. In der folgenden Saison stieg man leider wieder ab.

Im Jahr 2014/15 erreichte man nach einer guten Saison im letzten Spiel auf dem Platz von Wickrathhahn noch die Aufstiegsränge der Kreisliga A. Durch einen direkten Freistoß von David Maßen in der dritten Minute der Nachspielzeit, der zum entscheidenden Torerfolg führte, brachen alle Dämme und man wurde zuhause an der Jahnstraße mit tobendem Applaus und reichlich Bier und Grillgut empfangen.

Nach dem Abstieg in der Saison 15/16 in die Kreisliga B, versäumte man den Aufstieg 2017/18 im Aufstiegsspiel gegen Türkiyemspor und verweilt nun von diesem Zeitpunkt an im Mittelfeld der Kreisliga B.

 

Die sportlichen Erfolge der letzten Jahre wären jedoch kaum möglich gewesen, wenn sich nicht ein Sponsoren und ein Werbekreis gebildet hätte, der den Verein in den letzten Jahren tatkräftig unterstützte. Die Werbeeinnahmen aus der Bandenwerbung fließen in die Vereinskasse, während unsere Sponsoren sich für Trikots und für das leibliche Wohl unserer Spieler nach den Heimspielen zuständig fühlen.

 

 

TUS 07 in Zahlen

1907
gegründet
365
Mitglieder
9
Mannschaften
12
Titel

TuS 07 Liedberg - Ein Verein, Eine Familie

Ansprechpartner

Michael Hermanns
Nachtigallenweg 42
41065 Mönchengladbach
gf@tus07-liedberg.de

Aude Chebson
Mühlenkamp 45
41352 Korschenbroich
jugend@tus07-liedberg.de

Supporter

Aktuell sind 78 Gäste und keine Mitglieder online